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    :Basteln:Bastelanleitung:Decals anbringen:

Decals anbringen


Decalqualität
Leider ist die Qualität der Decals nicht immer gleich, sondern im Gegenteil sehr schwankend. Man kann es leider auch nicht für einen Hersteller pauschal sagen da einige ihre Decals in unterschiedlichen Druckereien anfertigen lassen und die Qualität somit von Decalsatz zu Decalsatz schwankt - leider. Das Problem ist, dass man sich mit dem ersten Decal eines Satzes gleich darauf einstellen muss wie man die Decals aus diesem Satz handhaben muss: Brauche ich extrem viel Decalweichmacher, reißen die Decals evtl. sehr empfindlich schnell ein, blättert der Rand ab, wenn man nicht vorsichtig ist, ... - all das kommt vor. Deshalb am besten die ersten Decals eines Bogens mit größerer Vorsicht handhaben, wenn man merkt, dass man etwas robustere hat, kann man sich darauf dann ja anpassen.

Originalfotos
Eines der Probleme, auf die man regelmäßig trifft, ist, dass bei einem Decalsatz nur ein Foto oder eine Zeichnung aus einer Perspektive dabei ist. Wenn man die Decals komplett originalgetreu anbringen will (und das will man ja meistens), braucht man noch mehr Ansichten des Original-Autos. Dank des Internets gibt es heute zum Glück meistens irgendwelche Quellen, um entsprechende Fotos zu finden. Die Suche kann zwar teilweise sehr mühsam sein, lohnt sich aber auf jeden Fall.

Ausschneiden, lösen, aufbringen...
Im Prinzip ist das Decalaufbringen nicht sonderlich schwer. Man schneidet sich aus dem Decalbogen einen einzelnen Decal aus den man als Nächstes aufbringen will - dabei sollte man aber ab und zu ein bisschen mitdenken, was zuerst aufgebracht werden muss, wenn an manchen Stellen mehrere Decals übereinander kommen. Diesen legt man dann auf einer Unterlage ca. 30 sec (bis der sich ganz einfach auf dem Trägerpapier hin- und herschieben lässt) unter ein mit warmem Wasser getränktes Taschentuch bzw. mehrfach zusammengelegtes Toilettenpapier.

Kleinseriendecals
Bei Kleinseriendecals, die auf eine durchgehende Decalfolie gedruckt wurden, reicht es leider nicht aus, die Decals grob auszuschneiden. Hier muß leider jeder einzelne Decal vor dem Anfeuchten einzeln exakt ausgeschnitten werden. Je nach Herstellungsart ist es ggf. empfehlenswert, derartige Decals zuerst mit Liquid Decal Film von Microscale eine Schutzschicht aufzubringen. Insbesondere ist dies bei Thermosublimationsdrucken aus ALPS Druckern zu empfehlen. Die Verträglichkeit des Decals mit Liquid Decal Film sollte jedoch erst vorsichtig getestet werden.


Ausschneiden des Decals aus dem Bogen


Decals unter ein feuchtes Stück Toilettenpapier legen...


...und warten


Wenn der Decal gelöst ist (es sich also mit dem Finger auf dem Trägerpapier verschieben lässt) das Trägerpapier mit der Pinzette aufnehmen, neben die Stelle halten an welcher der Decal am Ende kleben soll und ihn vorsichtig vom Trägerpapier auf das Auto schieben.


Testen ob der Decal lose ist


Decal auf das Auto schieben


Sobald der Decal auf dem Auto ist mit etwas Toilettenpapier die größeren Wassertropfen auf dem Auto entfernen. Dann den Decal genau ausrichten und mit einem Wattestäbchen andrücken. Am besten das Wattestäbchen mehrfach unter leichtem Druck über den Decal rollen - dabei aufpassen, dass man den Decal nicht verschiebt.


Den Decal mit einem Wattestäbchen locker andrücken


... und weichmachen
Bei einigen Decals ist es unabdingbar den Decal mit speziellem Decalweichmacher (gibt es im Modellbaufachhandel) flexibler zu machen - aber selbst bei solchen Decals die man prinzipiell ohne Weichmacher aufbringen kann ist es sinnvoll Weichmacher zu verwenden damit sich die Decals optimal dem Untergrund anpassen. Als mein persönlicher Favorit bei den Weichmachern hat sich in den letzten Jahren Micro Sol von Microscale entwickelt. Bei seiner Anwendung bleiben die Decals meistens sehr gut verarbeitbar während ich bei anderen Produkten teils Probleme hatte, dass die Decals so weich werden, dass sie sich beim Andrücken schnell verziehen.


Meine persönlichen Favoriten: Als Weichmacher Micro Sol von Microscale, als zusätzlichen Kleber Mr. Marker Setter von MR.Hobby


Dazu den Decal wie im letzten Abschnitt beschrieben aufbringen, aber nur so weit andrücken wie es möglich ist ohne ihn zu zerreissen. Dann mit dem in den Deckel des Weichmachers integrierten Pinsel den Weichmacher auftragen, einwirken lassen und mit dem Wattestäbchen vorsichtig den Decal weiter andrücken. Eventuell das ganze mehrfach wiederholen bis der Decal komplett sitzt.
Ergänzend oder alternativ können die Decals in dieser Phase des Anbringens auch mit einem Föhn leicht erwärmt werden, um sie etwas weicher zu bekommen.


Mit Weichmacher einstreichen, kurz warten...


... und noch mal andrücken


Fertig!


Pausen einlegen.
Während man die Decals anbringt, sollte man immer mal eine Pause einlegen - mit einem ganz einfachen Grund: Bis die Decals wirklich fest sitzen dauert es immer eine Weile. Da man aber das Auto immer mal wieder anfassen muss, um es zu halten, während man weitere Decals anbringt, kann es dabei leicht passieren, dass man bereits mühevoll angebrachte Decals wieder verschiebt. Daher immer mal Pausen einlegen damit die angebrachten Decals komplett trocknen und nichts mehr passieren kann.

Schlechte Haftung? Zusätzlicher Kleber!
Insbesondere bei Älteren Decals besteht immer wieder das Problem, dass die Kraft des Klebers nachgelassen hat. In diesem Fall kann die entsprechende Stelle des Modells vor dem Anbringen des Decals mit Mr. Marker Setter, einem flüssigen Decalkleber, eingestrichen werden.

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