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Mit der Einführung der kleineren Prototypen nach dem "LMP 675" Reglement wollte der LeMans-Veranstalter ACO vor allem kleineren Teams die Möglichkeit geben, mit nicht ganz so großem Aufwand einen Chance gegen die großen "LMP 900" wie den Audi R8 oder, in der geschlossenen Form, die "LM GTP" wie den Bentley Speed 8 haben. Zwar war diese Kategorie in erster Linie für Privatteams gedacht, doch 2001 tauchte der britische Hersteller MG mit 2 Autos als Werksteam in der LMP 675 auf. Der MG-Lola EX 257 war gleichzeitig das erste Auto, das speziell für das LMP 675 Reglement gebaut wurde.
Da die Autos, deren Chassis beim erfahrenen LeMans-Spezialisten Lola in Auftrag gegeben wurde, jedoch erst relativ kurz vor dem Rennen fertiggestellt wurden, mangelt es beim ersten Auftritt in LeMans vor allem an der Zuverlässigkeit. Zwar konnten die Autos zeitweise die schnellsten Rundenzeiten fahren, die Zielflagge sah jedoch keiner der beiden in auffälligem grün-schwarz lackierten "Leichtgewichte".

Quelle & Copyright der Fotos: MG Rover Group
Im folgenden Jahr machte MG schon beim Vortraining gehörig auf sich aufmerksam: Bester nicht-Audi, noch vor dem Bentley EXP Speed 8 auf Platz 5! In der Qualifikation konnte man dieses Ergebnis zwar nicht ganz halten, zumindest der 6. Platz des Fahrertrios Blundell / Bailey / McGarrity in der Startnummer 27 war aber weiterhin sehr erfreulich, wobei man die Gegner in der eigenen Klassen sowieso um Längen hinter sich lassen konnte.
Im Rennen konnten die beiden MGs lange Zeit überzeugen. Das von Anthony Reid, Warren Hughes und Jonny Kane gefahrene Fahrzeug mit der Startnummer 26 konnte einige Zeit auf Podestkurs fahren und lag lange auf dem 4. Gesamtrang, ehe man nach Mitternacht (in der 129. Runde) wegen Problemen mit der Kraftübertragung aufgeben musste. Auch dem Schwesterfahrzeug erging es nicht viel besser, nach 2/3 der Renndistanz musste auch dieses Auto wegen eines kapitalen Motorschadens aufgeben.

Quelle & Copyright der Fotos: MG Rover Group
Nach dem 24h-Rennen 2002 stellte MG sein Prototypen-Programm offiziell ein. Die Autos fuhren in den Händen von Privatteams jedoch weiterhin bei diversen Langstreckenrennen, und insbesondere die Autos der Teams Intersport und Dyson wurden in der ALMS zum Audi-Schreck. Den ersten Gesamtsieg konnte der EX 257 in den Händen von Dyson beim ALMS-Lauf in Sonoma 2003 erzielen.


Daten des Modells:
| Hersteller: |
Spark |
| Erscheinungsjahr: |
2004 |
| Artikelnummer: |
SCMG05 |
| Auflage: |
unbekannt, vermutlich ca. 1000-2000 Stück |
| Detailtreue / Verarbeitung: |
Ein Fahrzeug aus der Phase, in der Spark bereits sehr gut verarbeitete Modelle hergestellt hat, die allerdings ein einigen Details (Heckflügelaufhängung, Diffusor) noch nicht ganz so filigran ausgefallen sind wie die heutigen Modelle. Im Gegensatz zu den ganz frühen Fahrzeugen sind die Decals jedoch schon perfekt verarbeitet und die Lackierung könnte nicht besser sein. |
| Anmerkungen: |
keine |

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