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Die 24h von LeMans 1999 stellten das mit Abstand am besten besetzte LeMans-Rennen der letzten Jahre dar. Werksteams von Mercedes-Benz, Toyota, Nissan (jeweils mit geschlossenden GT-Autos), Audi (geschlossene GTs und offene LMPs) sowie BMW (LMPs) stellten sich dem Langstreckenklassiker an der Sarthe.
Ernsthaft in Frage für den Sieg kamen für die meisten Experten nur 3: Toyota, Mercedes und BMW. Für Audi stand beim allerersten Auftritt in LeMans ein Lehrjahr auf dem Programm, die von Tom Walkinshaw aufgebauten Nissan waren zwar zuverlässig aber eben nicht schnell genug.
Während Toyota und Mercedes mit ins extrem getriebenen GT-Prototypen an den Start ging startet das Schnitzer-Werkstem - welches das Rafanelli Team nach der Schlappe beim '98er Rennen abgelöst hatte - mit einem auf das wesentliche beschränktem Auto. Um den bereits 1995 im McLaren GTR siegreichen V12-Motor wurde, in Zusammenarbeit mit dem zukünftigen Formel 1-Partner Williams, ein komplett neues Auto gebaut. Bei diesem, nach dem LMP1-Reglement gebauten, Prototypen wurde nach dem Motto "Je mehr Technik in so einem Auto steckt, desto mehr kann auch kaputt gehen" auf viele Komfort-Extras wie Servolenkung oder Schaltwippen am Lenkrad verzichtet.

Quelle & Copyright der Fotos: BMW AG
Neben diversen Problemen der Konkurrenz war bei BMW die Standfestigkeit, der niedrige Verbrauch (als einziges Spitzenauto konnte der BMW V12 LMR 13 Runden pro Stint fahren), sowie die niedrige Standzeit an der Box ausschlaggebend für den Erfolg.
So kam es auch, dass das Auto von Tom Kristensen, JJ Lehto und Jörg Müller bereits nach eineinhalb Rennstunden die Führung übernehmen sollte, und diese erst 17 Stunden später wieder abgeben musste. Durch einen technischen Defekt blieb das Gasgestänge blockiert, JJ Lehto hatte keine Chance mehr das Auto abzubremsen und schied nach einem für ihn unvermeidlichen Unfall aus. 2 Runden Vorsprung waren dahin.
Glück im Unglück für BMW: Seit Halbzeit des Rennens, am frühen Sonntag Morgen, lag das Schwesterauto von Joachim Winkelhock, Yannick Dalmas und Pierluigi Martini auf P2 hinter dem verunfallten Auto von Lehto und konnte so die Führung für BMW halten.

Quelle & Copyright der Fotos: BMW AG
Gegen Rennende kam dem späteren Siegerauto der letzte verbliebene Toyota GT-One (um den ehemaligen F1-Piloten Ukyo Katayama) nochmals recht nahe, doch auch dieser Toyota sollte, wie seine beiden Schwesterautos bereits zuvor, vom Pech verfolgt werden: Reifenplatzer hinten Links in der letzten Stunde des Rennens. Schade für Toyota, sensationell allerdings die Live-Bilder aus der im Toyota-Cockpit montierten Kamera auf denen zu sehen war wie Katayama das ausbrechende Fahrzeug auffängt.
Somit war am Ende der Weg frei für den BMW rund um Joachim Winkelhock, der gleich bei seinem ersten Renneinsatz in LeMans (Im Jahr zuvor kam er wegen des frühen ausscheidens seines Autos nicht zum fahren) ganz oben auf das Siegerpodest steigen durfte.


Daten des Modells:
| Hersteller: |
Minichamps |
| Erscheinungsjahr: |
1999 |
| Artikelnummer: |
80 42 9 418 138 (BMW-Edition) |
| Auflage: |
kein Limit bekannt |
| Detailtreue / Verarbeitung: |
Die Aufschrift auf dem Heckflügel ist bei den meisten Modellen nur unsauber angebracht / löst sich ab (sieht man auch auf den Fotos). Ansonsten aber sehr gut verarbeitet und sehr originalgetreu. |
| Marktpreis (ca.): |
15€ |
| Anmerkungen: |
Leider gibt es dieses Auto von etlichen Herstellern, daher der niedrige Marktpreis. |

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