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Als Lotus im November 1996 seine für 1997 nach dem GT1 Reglement aufgebaute Elise der Öffentlichkeit präsentierte, konnte man zwar den Titel „erstes fertiggestelltes GT1 Fahrzeug für die Saison 1997“ einstreichen - doch damit sind leider auch schon alle positiven Resultate der kurzen Karriere des vielleicht skurrilsten GT1 Renners seiner Epoche abgehandelt.
Dabei standen die Vorzeichen vor der Saison sehr gut. Durch den Einstieg der malaysischen Proton Gruppe bei Lotus Cars erhoffte sich Lotus eine deutliche Finanzspritze, die ein eigenes Rennteam ermöglichen sollte, welches in der Lage sein sollte, die etablierten GT1-Teams herauszufordern.

Quelle & Copyright der Fotos: Leopold Wallisch / mcwalsh-foto.at.tt
Doch nachdem Lotus seine mit einem ca. 580 PS starken Biturbo-V8 ausgerüstete Elise mehrere Monate intensiv getestet hatte, stellte man schockiert fest, dass die FIA das Motorenreglement inzwischen geändert hatte und Turbo-Fahrzeuge mit kleineren Air-Restrictors ausgestattet werden müssen - mit der Konsequenz, dass dem V8 der Elise nun mit einem Schlag 50 PS fehlten! Nachdem der Versuch, im Gegenzug mit 100 Kg weniger Gewicht an den Start gehen zu dürfen, von der FIA nicht aufgegriffen wurde, entschied Teamchef Howard-Chappel, die Elise mit einem V8 Motor mit 6 Liter Hubraum aus dem Firmenregal zurück zu greifen. Lediglich die beiden an das italienische GBF-Benetton Team verkauften Kundenautos gingen auf Wunsch des Teams mit den Turbo-Motoren an den Start.
Die Saison begann mit vielen Problemen. Während in Hockenheim alle 3 Elise (zwei des Werksteams sowie die erste an das GBF-Team ausgelieferte) mit Problemen an den Lichtmaschinen aufgeben mussten, schieden beim zweiten Rennen in Silverstone alle Elise GT1 mit Getriebeschaden aus. Am Ende des dritten Rennwochenendes, beim Stadtrennen in Helsinki, kam es zum ersten zählbaren Ergebnis für die Elise. Zwar verzichtete das Werksteam zwecks besserer Vorbereitung auf die 24h von LeMans auf einen Start in Helsinki, doch die beiden GBF-Fahrer Mauro Martini und Andrea Boldrini erreichten mit ihrem Auto einen schon fast sensationellen fünften Platz und sicherten sich so zwei Meisterschaftspunkte.

Quelle & Copyright der Fotos: Leopold Wallisch / mcwalsh-foto.at.tt
Doch die Punkte aus Helsinki sollten nicht das Licht am Ende des Tunnel sein, sondern der einzige Lichtblick in der gesamten Saison. Trotz der Tatsache, dass teilweise bis zu fünf Lotus an den Start gingen, blieben die beiden Punkte aus Helsinki die einzigen, die die Lotus Elise je in der FIA GT einfahren konnte. Da auch die erhoffte finanzielle Unterstützung durch Proton ausblieb, verkündete Lotus zum Saisonende den Stop des GT1-Programms.
Für 1998 übernahm Toine Hezemans die Autos und brachte ein Auto mit überarbeiteter Aerodynamik und einem V10-Motor aus der Chrysler Viper unter der Bezeichnung „Bitter GT1“ an den Start - doch das Auto fiel meist sehr früh aus oder fing gar Feuer, weswegen Hezemans das Projekt schnell wieder beendete. Beim 12 Stunden Rennen in Sebring 2004 ging ein letztes mal eine auf das LMP1-Reglement angepasste Elise an den Start, doch die Rundenzeiten blieben um Welten hinter denen der Konkurrenz zurück.


Daten des Modells:
| Hersteller: |
Spark |
| Erscheinungsjahr: |
2005 |
| Artikelnummer: |
S0183 |
| Auflage: |
unbekannt |
| Detailtreue / Verarbeitung: |
Ein absolut hervorragendes Modell mit einer Detailtreue und Verarbeitung, die man in dieser Preisklasse sonst nirgends bekommt. |


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