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Die Saison 2002 war das 2 Jahr für das kleine Minardi-Team nach der Übernahme durch den Australischen Geschäftsmann und Airline-Besitzer Paul Stoddart. Während das erste Cockpit - dank großzügiger Mitgift von diversen Sponsoren - schon lange vor Saisonbeginn an den malaysischen Fahrer Alex Yoong vergeben wurde, gab es um das 2. Auto einen längeren Kampf zwischen vielen interessierten Piloten, unter anderem sogar Heinz-Harald Frentzen und Jos Verstappen.
Am Ende entschied sich Paul Stoddart für seinen Landsmann und Freund Mark Webber, obwohl dieser im Gegensatz zu einigen anderen Interessenten keine Sponsoren-Mitgift in das Team einbringen konnte. Somit gab es zum ersten Mal seit Ende 1994 (als der Sohn von Sir Jack Brabham, David Brabham, in der Formel 1 fuhr) wieder einen Piloten aus "Down Under" in der weltweit höchsten Motorsport-Kategorie.

Quelle & Copyright der Fotos: Speed Gallery
Mark Webber ist einer der wenigen Nachwuchsfahrer, der zwar von allen Experten als sehr schnell angesehen wird und dem viele zutrauen eines Tages Formel 1-Weltmeister zu werden, der es aber in keiner Nachwuchs-Formelserie geschafft hat, sich den Titel zu sichern - mehr als einzelne Rennsiege und ein 2. Platz in der internationalen F3000 im Jahr 2000 hat er bislang nicht erreicht. Traurige Berühmtheit erlangte Mark Webber jedoch bei den 24h von LeMans 1999, als er an Board des Mercedes CLR vor einem Millionen-Publikum durch die Luft wirbelte.
Sein Formel-1 Debüt im Australischen Melbourne wurde gleich zum totalen Erfolg: Trotz des nicht gerade konkurrenzfähigen Autos, gelang es Mark Webber trotzdem bei seinem ersten Grand Prix auf einen sensationellen 5. Platz zu fahren und dem finanzschwachen Minardi-Team damit gleich zu Saisonbeginn 2 wichtige Punkte in der Konstrukteurswertung zu sichern. Begünstigt wurde dieses Ergebnis natürlich durch die hohe Zahl an Ausfällen, aber auch auf der Strecke schlug Webber mehrere Konkurrenten, unter anderem Mika Salo im Toyota.

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Gerade der Zweikampf gegen Mika Salo sollte zum Rennende hin sehr spannend werden. Trotz eines sehr langen Boxenstops (es floß erst kein Benzin in den Minardi PS02 von Webber) konnte Mark Webber sich lange Zeit vor Mika Salo halten. In den letzten Runden kam Salo ihm jedoch immer näher, begünstigt von der Tatsache, dass die elektronischen Fahrhilfen und das Differential des Minardis ausgefallen waren. Als Mika Salo direkt im Rücken von Mark Webber war sollte er jedoch einen Fahrfehler begehen und sich von der Bahn drehen. Somit war der Weg für Mark Webber zu den ersten beiden Punkten seiner Karriere frei.
Während man bei Minardi im Anschluss an dieses Ergebnis feierte wie andere Teams über den Sieg, sollte sich schon bald wieder Ernüchterung breit machen. Wie für Minardi-Verhältnisse schon fast gewohnt, blieben Punkte für den Rest der Saison in unerreichbarer Entfernung. Positiv entwickelten sich nur die Einnahmen durch neue Sponsoren, mit Gazprom und der Quadriga-Gruppe stiegen 2 größere Geldgeber während der laufenden Saison ein und entlasteten die schwache Teamkasse.
Mark Webber verließ das Team nach Saisonende in Richtung des Jaguar-Werksteams. Für das Team zwar ein enormer Verlust auf fahrerischer Seite, andererseits jedoch gleichzeitig ein großer Gewinn, gab es im Tausch doch Cosworth-Motoren.


Daten des Modells:
| Hersteller: |
Minichamps |
| Erscheinungsjahr: |
2003 |
| Artikelnummer: |
400020023 |
| Auflage: |
unbekannt |
| Detailtreue / Verarbeitung: |
Absolut perfektes Modell. |
| Anmerkungen: |
Wer sie noch findet sollte wohl die auf ca. 3000 Stück limitierte Sonderedition zu Mark Webbers ersten beiden Punkten kaufen. |

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